Nach der Gründung einer Montessori-Volksschule in Bregenz sammelte Katharina Kössler wertvolle Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit und Schulgründung. 2018 begann sie – damals noch in Vorarlberg – das Konzept für ihre ideale Bildungseinrichtung zu entwickeln: die Bildungswiese.
Mit dem Umzug in den Pongau wurde schnell klar: Das Interesse an einem besonderen Bildungsangebot ist groß. Schon vor der Gründung trugen sich über 200 Familien in Interessenslisten ein – ein deutliches Zeichen für den Bedarf an Reformpädagogik in der Region.
Katharina holte Markus Schwaigkofler, Geschäftsführer des Schulträgervereins Marienberg, ins Projekt. Gemeinsam hatten sie bereits die Volksschule Marienberg in Bregenz gegründet. Der Verein brachte Erfahrung in Schulgründungen mit und stand voll hinter der Vision der Bildungswiese.
Georg Hinterleitner, Geschäftsführer der Baufirma Spiluttini, wurde auf die Bildungswiese aufmerksam. Begeistert vom pädagogischen Konzept bot er seine Unterstützung an. Schnell war klar: Werte, Visionen und Herangehensweisen passten perfekt zusammen.
In vielen produktiven Gesprächen mit Diözese, Gemeinde, Montessori-Verein, Architektinnen und anderen Partnerinnen wuchs das Projekt weiter – ebenso wie die Anmeldelisten. Das motivierte das Team umso mehr.
Da Spiluttini bereits einen Betriebskindergarten führte, kam Viktoria Steiner, Leiterin des Kindergartens, ins Team. Nach Hospitationen in Vorarlberg war klar: Diese Form der Begleitung soll auch im Pongau möglich werden.
Viktoria gewann auch ihr Team für das neue Konzept: Maria Neuschmied und Selina Steiner. Gemeinsam mit Carolin Egarter und Emily Ifsits (Native Speakerin) starteten sie die Ausbildung zur Montessori-Pädagogin. Parallel wurde die bestehende Gruppe Schritt für Schritt zu einer Montessori-Gruppe umgestaltet.
Im Herbst 2022 startete die Bildungswiese offiziell: mit zwei Kleinkindgruppen (Kleinkindgemeinschaft) unter der Leitung von Jana Rieken mit Veronika Freunschlag, Teresa Unterberger, Deborah Gappmair und Alice Machaczek, sowie dem Kinderhaus unter der Leitung von Viktoria Steiner mit Selina Steiner, Maria Neuschmied, Carolin Egarter und Emily Ifsits als Native Speakerin. Da das neue Gebäude noch nicht fertig war, nutzte die Kleinkindgemeinschaft vorübergehend Räume im Spiluttini-Gebäude, das Kinderhaus zog ins Kultur- und Kongresshaus in St. Johann.
Ein Jahr später war es soweit: Die liebevoll umgebaute „Rote Halle“ wurde eröffnet – ein wahres Paradies für Kinder. Gleichzeitig startete die Volksschule (Primaria 1) mit 27 Kindern und den Pädagoginnen Michaela Denk (Direktorin), Teresa Unterberger, Julia Guggenberger, Manuela Hutter und Johanna Langegger.
Im September 2023 feierten wir mit Familien, Partner*innen und Unterstützer*innen die offizielle Eröffnung der Bildungswiese.
2024 wuchs die Primaria 1 auf zwei Lerngruppen mit rund 40 Kindern. Damit war die erste Ausbaustufe abgeschlossen.
Im Herbst 2025 startete die Primaria 2 mit 10 Kindern im Alter von 9–11 Jahren. Begleitet wird sie von Lisa Pappernigg und Johanna Langegger.
Die Bildungswiese wächst Schritt für Schritt weiter. Langfristig wollen wir die Sekundaria 1 und 2 gründen, sodass Kinder und Jugendliche bei uns alle Pflichtschuljahre absolvieren, sich auf ihren Beruf vorbereiten und sogar ihre Matura machen können.